Familie spielt mit Hund vor Haus

Seit Anfang 2025 gelten neue Regelungen, die viele Hausbesitzer betreffen. Alte Heizungen und Kamine müssen ausgetauscht werden, der CO₂-Preis steigt, und Smart Meter werden in immer mehr Haushalten Pflicht. Zudem werden dynamische Stromtarife für alle verfügbar, und die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen sinkt. Hier erfährst du, was das für dich bedeutet und welche Chancen sich daraus ergeben.

Austauschpflicht für alte Heizungen und Kamine

Ab 2025 müssen alte Konstanttemperaturkessel, die vor 1995 eingebaut wurden und mit Öl oder Gas betrieben werden, ausgetauscht werden. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind davon nicht betroffen. Wer eine ältere Immobilie kauft, sollte das Typenschild der Heizung prüfen oder den Schornsteinfeger fragen. Bei einem Eigentümerwechsel gilt die Austauschpflicht, wobei neue Eigentümer zwei Jahre Zeit haben.

Auch Kamin- und Kachelöfen, die zwischen 1995 und 2010 eingebaut wurden, müssen strengere Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten. Öfen, die diese Werte nicht schaffen, müssen nachgerüstet oder stillgelegt werden. Der Schornsteinfeger kann dir dabei helfen, herauszufinden, ob dein Ofen betroffen ist. Andernfalls drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Für alle, die auf eine nachhaltige Lösung umsteigen wollen, sind Wärmepumpen eine ideale Alternative. Sie erfüllen nicht nur die neuen Vorgaben, sondern sind umweltfreundlich, effizient und reduzieren die Heizkosten – vor allem in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Wir beraten dich gerne und unterstützen dich beim Umstieg auf ein zukunftssicheres Heizsystem!

CO₂-Preis steigt: Fossiles Heizen wird teurer

Zum 1. Januar 2025 steigt der CO₂-Preis von 45 auf 55 Euro pro Tonne. Das bedeutet höhere Kosten für alle, die fossile Brennstoffe nutzen – ob beim Tanken oder beim Heizen. Der Liter Benzin könnte dadurch um rund drei Cent teurer werden, Diesel und Heizöl ebenfalls. Beim Heizen mit Gas werden die Kosten um etwa 0,22 Cent pro Kilowattstunde steigen, was bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Verbrauch etwa 43 Euro Mehrkosten pro Jahr bedeutet. Bei einer Ölheizung rechnet die Verbraucherzentrale mit rund 349 Euro Mehrkosten pro Jahr.

Wer zur Miete wohnt, muss diese Kosten nicht alleine tragen: Vermieter beteiligen sich anteilig an den zusätzlichen Heizkosten. Dennoch ist die Belastung für viele spürbar. Der CO₂-Preis soll einen Anreiz schaffen, fossile Brennstoffe einzusparen und auf klimafreundlichere Technologien umzusteigen.

Eine mögliche Alternative: Wärmepumpen. Sie nutzen erneuerbare Energien und sind von der CO₂-Bepreisung nicht betroffen. Das macht sie langfristig nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kosteneffizient. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage nutzt du deinen selbst erzeugten Strom und heizt fast kostenlos. Wir beraten dich gerne zu einer passenden Lösung für dein Zuhause!

Dynamische Stromtarife: Flexibilität für alle Haushalte

Ab 2025 müssen alle Stromanbieter in Deutschland dynamische Tarife anbieten. Diese zeitvariablen Tarife passen sich den Strompreisen an der Börse an, die je nach Angebot und Nachfrage stündlich schwanken. Das bedeutet: Strom kann zu bestimmten Zeiten günstiger oder teurer sein. Besonders Haushalte mit einem Smart Meter können diese Tarife optimal nutzen, da der Verbrauch minutengenau erfasst und abgerechnet wird.

Mit einem dynamischen Tarif kann man gezielt sparen, indem man Strom dann nutzt, wenn er am günstigsten ist. Zum Beispiel lohnt es sich, das E-Auto nachts aufzuladen, wenn der Strompreis häufig sinkt. Aber auch für Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler lassen sich Einsparungen erzielen, wenn sie zu günstigen Zeiten laufen. Ohne Smart Meter ist das Potenzial geringer, da der Verbrauch weniger genau abgerechnet wird.

Dynamische Stromtarife sind besonders spannend, wenn du in nachhaltige Technologien wie Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen investierst. Mit einem Smart Meter kannst du überschüssigen Solarstrom gezielt nutzen oder in Zeiten mit niedrigen Strompreisen deinen Energiebedarf decken. Gerne helfen wir dir dabei, deine Energiezukunft effizient und nachhaltig zu gestalten!

Smart Meter statt alter Stromzähler

Ab Januar 2025 startet der gesetzliche Rollout von Smart Metern – bis 2032 sollen analoge Stromzähler nach und nach aus den Haushalten verschwinden. Smart Meter sind digitale Stromzähler, die Ihren Stromverbrauch automatisch an den Energieversorger melden. Du musst deinen Zählerstand also nicht mehr selbst ablesen.

Für Haushalte, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen oder eine Solaranlage mit mehr als 7 Kilowatt Leistung haben, sind Smart Meter ab 2025 Pflicht. Auch Besitzer von Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos sind betroffen.

Ein Smart Meter zeigt dir genau, wann und wie viel Strom du nutzt. Das kann dabei helfen, deinen Energieverbrauch besser zu verstehen und möglicherweise zu senken. Außerdem ermöglichen diese Zähler dynamische Stromtarife – also die Chance, Strom zu nutzen, wenn er gerade günstiger ist. Für Besitzer von Photovoltaikanlagen wird es einfacher, überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen.

Smart Meter machen den Stromverbrauch transparenter und sind ein Baustein der Energiewende. Für viele Hausbesitzer bedeutet das weniger Aufwand und genauere Abrechnungen.

Sinkende Einspeisevergütung: Was PV-Besitzer jetzt wissen müssen

Ab Februar 2025 wird die Einspeisevergütung für neu installierte Photovoltaikanlagen auf 7,94 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Für bestehende Anlagenbesitzer bleibt jedoch alles beim Alten: Die Einspeisevergütung bleibt für 20 Jahre garantiert und bietet weiterhin stabile Einnahmen.

Zusätzlich könnte die Vergütung in Zeiten negativer Strompreise an der Börse komplett entfallen. Diese geplanten Änderungen sind Teil einer Reform, die von der bisherigen Regierung angestoßen wurde, um die Finanzierung der EEG-Förderung aus dem Bundeshaushalt zu entlasten und das Stromnetz zu stabilisieren. Doch nach dem Bruch der Ampel-Koalition ist die Zukunft dieser Reform ungewiss, und die neuen Regeln könnten vor den Neuwahlen im Februar 2025 ins Stocken geraten.

Für bestehende Anlagenbesitzer bleibt jedoch alles beim Alten: Die Einspeisevergütung bleibt für 20 Jahre garantiert und bietet weiterhin stabile Einnahmen, unabhängig von möglichen Änderungen der Gesetzgebung.

Doch auch mit einer sinkenden Einspeisevergütung bleibt Photovoltaik eine attraktive und zukunftssichere Investition. Selbst erzeugter Solarstrom ist deutlich günstiger als der aktuelle Strompreis von durchschnittlich 34 Cent pro Kilowattstunde. Indem du deinen Eigenverbrauch maximierst – etwa durch die Kombination mit einem Stromspeicher oder einer Wärmepumpe – kannst du deine Energiekosten erheblich senken und dich unabhängiger von steigenden Strompreisen machen.

Jetzt aktiv werden!

Die neuen Regelungen für 2025 bringen nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Egal ob Wärmepumpe, Photovoltaikanlage oder Smart Meter – mit den richtigen Lösungen kannst du nicht nur die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, sondern auch Energie sparen und langfristig unabhängiger werden.

Wir unterstützen dich gerne dabei, dein Zuhause fit für die Zukunft zu machen. Lass uns gemeinsam die beste Lösung für deine Bedürfnisse finden!

Über den Autor: Anna Fuchs

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